Seneca-Preis 2005/06

Gewinner06

Der Jury ist es beim Seneca-Preis 2005/06 besonders schwer gefallen, die 25 Gewinnerprojekte aus den zahlreichen kreativen Beiträgen auszuwählen. Insgesamt hatten sich rund 260 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet mit umfangreichen Best-Practice-Beispielen an dem Wettbewerb beteiligt.

Der Hauptpreis, der Seneca-Award 2006, ging dabei an die Möhnesee-Schule. Mit ihrem Programm „Übergang Schule – Beruf“ setzten sich die Westfalen gegen starke Konkurrenz durch und freuten sich über den bronzenen Seneca, angefertigt von dem berühmten Bildhauer Klaus Vrieslander.

 

Die 25 Bundessieger


Christian-von-Bomhard-Schule, Uffenheim (Bayern)
Die Juniorfirma der Schule produziert und verkauft "Bomheart-Kissen", Kalender und Faltpostkarten. Die Schüler/innen lernen im Laufe eines Geschäftsjahres eine Firma aufzubauen, zu führen und wieder aufzulösen. 50 Prozent des Gewinnes wird an Hilfsprojekte in Afghanistan und Tansania gespendet.

Ernst-Reuter-Schule, Offenbach (Hessen)
Kern des Projekts ist die Planung und Durchführung des Baus eines fest montierten Outdoor-Kletterturms. Zum Projekt gehören weiterhin betriebliche Praktika und Hospitationstage sowie die Stärkung von Sozial- und Kommunikationskompetenzen der Jugendlichen.

Förderschule Kopernikusstraße, Duisburg (Nordrhein-Westfalen)
An der Schule gibt es sechs selbstverwaltete Schülerunternehmen. Gegen Ende des siebten Schuljahres bewerben sich die Jugendlichen bei der Firma ihrer Wahl. In der Abschlussstufe ist die Mitarbeit in einem dieser Unternehmen dann integraler Bestandteil des schulischen Alltags. Die Schülerfirmen erhalten Hilfe durch Kooperationen mit entsprechenden Firmen der freien Wirtschaft.

Franz-Hillebrand-Hauptschule, Castrop-Rauxel (Nordrhein-Westfalen)
Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Rotary-Club. Es existieren verschiedene Lernwerkstätten mit Schwerpunkten. Unter der Anleitung ausgebildeter Handwerksmeister wird unter ausbildungsähnlichen Bedingungen gelernt und gearbeitet. Zusätzlich übernehmen Rotarier Patenschaften für Schüler/innen der Lernwerkstatt und kümmern sich um deren berufliche Perspektive.

Friedensschule, GHS Osteheim, Bismarckschule und Heusteigschule,
Stuttgart (Baden-Württemberg)

Die Schüler/innen lernen und trainieren in Kleingruppen mit ehrenamtlichen Seniorpartnern mit vielfältigen beruflichen Erfahrungen. Die Seniorpartner vermitteln Einblicke in die Arbeitswelt und Kontakte zu Praktikums- und Ausbildungsbetrieben.

Ganztagsschule Veermoor, Hamburg (Hamburg)
Ehemalige Arbeitnehmer und Selbständige vermitteln ehrenamtlich den Jugendlichen handwerkliche Grundfertigkeiten. Als Beispielprojekt führte die Schule das Entwerfen und Bauen eines Grills an.

Gesamtschule Bexbach, Bexbach (Saarland)
Projektwochen in Zusammenarbeit mit AWO und SPN sollen den Schülern beim Einstieg in die Arbeitswelt helfen; vielfältige Kontakte zu Firmen und Organisationen sind vorhanden. Maßnahmen u.a.: Betriebsbesichtigungen, Gründung einer Schülerfirma, Berwerbertraining, etc.

Gesamtschule Nettetal, Nettetal (Nordrhein-Westfalen)

„baseL“ ist ein von Schülern, Eltern und Lehrkräften organisiertes Bauprojekt, das im August 2006 fertig gestellt wird. Mit Beginn des neuen Schuljahres startet das eigentliche Projekt: „baseL“ ist dann ein Selbstlernzentrum sowie ein Präsentationsraum und Bildungsforum für die Begegnung von Schülern und Firmen aus der Region.

Gymnasium Karlsbad, Karlsbad (Baden-Württemberg)

Seit ca. zwei Jahren führt eine Schülerfirma den Schulkiosk: die Schüler sind verantwortlich für Planung, Einkauf, Rechnungswesen, Marketing sowie das fest angestellte Personal von vier Personen. Zudem kümmern sie sich um die Abwicklung sämtlicher Vorgänge in der Mensa, die von einem Caterer beliefert wird.

Hauptschule Königsbrunn Nord, Königsbrunn (Bayern)
Zusätzlich zum normalen Unterricht gibt es die Bausteine „Berufsvorbereitung“, „soziale Kompetenz“, „Lernkompetenz“ und „Jugendarbeit macht Bildung“. An vier Tagen wöchentlich sind die Schüler der achten Klasse bis 15.30 Uhr und in der neunten Klasse bis 17.00 Uhr in der Schule bzw. an außerschulischen Lernorten.

Hauptschule Wolverothe, Wülfrath (Nordrhein-Westfalen)
An der Hauptschule werden regelmäßig verschiedene Projekte durchgeführt. So gibt es z. B. Betriebspraktika mit Berufserkundungspass; Lernpartnerschaften und Kooperationen mit Vertretern aus Landwirtschaft, Handwerk, Handel, Industrie und Dienstleistung; Tagespraktika und Betriebserkundungen sowie Ausstellungen mit Berichten und Fotos über die verschiedenen Projekttage

Hermann-Ehlers-Schule, Wiesbaden (Hessen)
An der Schule existieren Lernpartnerschaften mit der Firma REAL in Nordenstadt sowie vier weiteren Betrieben. Neben Betriebsführungen und -erkundungen gibt es an der Schule einen Info-Stand von REAL. Außerdem werden Experten und Azubis in den Arbeitslehreunterricht der Schule intensiv miteinbezogen.

Kaufmännische Schule Künzelsau, Künzelsau (Baden-Württemberg)
In der Juniorfirma JTK werden Ausbildungsplätze für den Beruf "Kaufmann/-frau für Bürokommunikation" geschaffen. Dabei ist die JTK der Ausbildungsbetrieb, mit dem der Ausbildungsvertrag geschlossen wird. Für die praktische Ausbildung werden Partnerbetriebe gesucht, die diesen Teil der Ausbildung für mindestens vier Monate übernehmen. An der Schule entstand so ein erfolgreiches "Azubi-Leasing".

KGS Neustadt am Rübenberge, Neustadt (Niedersachsen)
Seit 2004 besteht ein Ausbildungs- und Beschulungsverbund mit den berufsbildenden Schulen in Neustadt. Am Ende der 8. Klasse entscheiden sich die Schüler für eins von vier Berufsfeldern, in dem sie sich qualifizieren wollen. In dem gewählten Bereich erhalten sie eine berufliche Grundbildung.

Maria Montessori Schule, Ilshofen (Baden-Württemberg)
Die Berufsvorbereitung an der Schule baut ab der 7. Klasse mit verschiedenen Arbeitseinsätzen auf. Zusätzlich existiert die "Dienstleistungs AG", hier nehmen die Schüler reale Aufträge an, schreiben selbständig Angebote, berechnen die Kosten und planen die Arbeitseinsätze. Weitere Projekte sind Pausenmentoren, Fahrrad AG und AG Soziales Engagement.

Max-Planck-Gymnasium und Hellenstein Gymnasium,
Heidenheim (Baden-Württemberg)

Das Projekt Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) ist ein Kooperationsprojekt verschiedener Bildungsinstitute: Nach einem betriebsüblichen Bewerbungs- und Auswahlverfahren werden die Schüler/innen in die SIA aufgenommen. Sie beschäftigen sich dann zwei Jahre lang mit Themen aus Maschinenbau, Elektrik, Informatik und BWL. Der Unterricht findet in Theorie und Praxis statt. Darüber hinaus werden Zusatzseminare, Exkursionen in Betriebe sowie ein dreiwöchiges Praktikum in einem Betrieb angeboten.

Mittelschule Netzschkau, Netschkau (Sachsen)

Es existieren verschiedene Projekte rund um den "Tag der Wirtschaft", der zehn Mal im Jahr durchgeführt wird. Dieser wird u. a. unterstützt von lokalen Betrieben, dem Regionalschulamt, dem Landratsamt, der Agentur für Arbeit und der Handwerkskammer Chemnitz. Ziel des Projekts: Die Schüler sollen innerhalb von zwei Jahren vier verschiedene Berufsfelder kennen lernen.

Möhnesee-Schule, Möhnesee (Nordrhein-Westfalen)

Die Schule engagiert sich seit vielen Jahren mit verschiedenen Projekten innerhalb eines umfassenden Konzepts zur Berufs- und Arbeitsweltorientierung. Das Programm setzt bereits in der 5. Klasse ein und geht bis zur 10. durchgängig. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Bekräftigung der persönlichen Stärken der Schüler.

Regionale Schule Sellin, Ostseebad Sellin (Mecklenburg-Vorpommern)
Die Idee des Projekts „Junior Jobmotor“: Schon Kinder und Jugendliche müssen an das Thema Existenzgründung herangeführt werden. Aus dem Projekt gingen drei Schülerfirmen hervor: Die Porzellanmalerei "Cuprats", die Schülerbäckerei "Fette Dulle" und die Schüler-Fahrradwerkstatt "Fahrrad Fritze".

Schloss-Schule Oggersheim, Ludwigshafen-Oggersheim (Rheinland-Pfalz)
In der Arbeitsklasse der Schule wird besonderer Wert auf einen hohen Praxisanteil und die Förderung der notwendigen Berufsreife gelegt. Die Unterrichtsschwerpunkte liegen auf den Fächern Deutsch, Mathematik und Arbeitslehre. Zudem gibt es regelmäßig Projekttage, Praktikumstage und -wochen sowie Besuche an der Berufsschule. Desweiteren besteht eine Kooperation der Schule mit der „Mädchenwerkstatt“ in Ludwigshafen, einer Einrichtung zur Lebens- und Berufsplanung mit angeschlossener Probierwerkstatt und EDV-Übungsraum ohne männliche Aufsichtspersonen.

Schule am Kennedypark, Aachen (Nordrhein-Westfalen)

Die Schule führt verschiedene Projekte im Bereich der beruflichen Qualifizierung durch, z.B. den Werkstatt-Tag, individuelle Praktika, Arbeitseinsätze in der Region etc. So können persönliche Stärken und Fähigkeiten in der Praxis erprobt und Kontakte zu Firmen aufgebaut werden. Die Jugendlichen machen "Werbung in eigener Sache", um ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu erhöhen.

Schule am Lebensbaum, Halle/Saale (Sachsen-Anhalt)

Die Schülerfirma „Saftladen“ versorgt die anderen Schüler zur Pause mit selbst belegten Brötchen, Getränken und Süßwaren. Die Teilnehmer sind für Auf- und Abbau sowie die Finanzen zuständig. Seit 1996 bestehen zudem Kooperationsklassen mit einer berufsbildenden Schule und dem Arbeitsamt sowie einigen handwerklichen Betrieben.

Staatlich regionales Förderzentrum „Hans Bürger“, Blankenhain (Thüringen)
Das Konzept ist in verschiedenen Modulen von Klasse 5 bis Klasse 10 konzipiert. Ziel ist die "Öffnung" der Schule im Sinne von handlungs-, gesellschafts-, schüler-, problem- und situationsorientiertem Lernen. Zu den Modulen gehören u. a. projektorientierter Unterricht, Praktika, Lernpartnerschaften sowie Berufsberatung.

Staatliche Knabenschule Schrobenhausen, Franz-von-Lenbach-Schule, Schrobenhausen (Bayern)

Die Schüler haben ein Brettspiel zum Thema Berufsfindung sowie ein "Berufswahlstraßennetz" zur Gestaltung des Pausenhofs entworfen. Außerdem wird an der Schule ein fächerübergreifendes und sehr ausführliches Bewerbungstraining (in Englisch und Deutsch) durchgeführt.

Staatliche Regelschule Niedersachswerfen, Niedersachswerfen (Thüringen)

Die Berufsorientierung beginnt bereits in der 5. Klasse. Ab der 7. Klasse bekommen die Schüler einen Berufswahlpass und absolvieren ihr erstes Praktikum. In der 9. Klasse findet der "fächerübergreifende, lebensverbundene Projektunterricht" statt: Die Schüler führen gemeinsam mit ortsansässigen Handwerkern verschiedene Projekte in der Schule durch. Das Projekt gibt es seit über sieben Jahren an der Schule. Die Schule trägt das Thüringer Zertifikat: "Berufswahlfreundliche Schule".

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