Unterrichtsgestaltung

Vorgehensweise

Es empfiehlt sich, zunächst gemeinsam einen Zeitplan mit den Schülerinnen und Schülern aufzustellen, bis wann welche Ziele erreicht werden sollen. Möglich ist die Erstellung eines Wandkalenders, der während der Projektlaufzeit für alle gut sichtbar im Klassenzimmer aufgehängt werden und kontinuierlich von den Schülern aktualisiert werden kann. Zur Motivation der Jugendlichen kann ein „Praktiker“ in der Schule berichten, z. B. ein ehemaliger Schüler, der gerade eine Ausbildung absolviert oder ein Meister eines ansässigen Unternehmens. Betriebserkundigungen können sich anschließen oder den Einstieg in das Thema bilden. Hier empfiehlt es sich, die Schüler zu aktivieren, Interviews mit Auszubildenden zu führen. Auch die Folien 1 und 2 eignen sich für den Einstieg. Sie geben einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten im Ausbildungssystem.

Interessen, Fähigkeiten und Berufsfelder

Im Anschluss können die Schüler ihre Interessen und Fähigkeiten analysieren (Kopiervorlagen 1 und 2). Kopiervorlage 4 beschäftigt sich speziell mit Ausbildungsberufen aus dem Handwerk. Kopiervorlage 5 erläutert Entwicklungen in der Metall- und Elektroindustrie und die veränderten Anforderungen an die Facharbeit. Während eines Besuchs bei der Arbeitsagentur können die Schüler verschiedene Berufsfelder (Kopiervorlage 3) erkunden und die Ergebnisse in kurzen Präsentationen vorstellen.

Schnuppertage, Praktikum

In das Projekt integriert werden können „Schnuppertage“ in Unternehmen und das Schülerpraktikum, das mit den Schülern gemeinsam vor- und nachbereitet wird, z. B. an Hand eines Fragenkataloges.

Bewerbungsunterlagen- und verfahren

Eine Muster-Bewerbungsmappe (Kopiervorlagen 8 bis 10), die jeder Schüler am Ende in der Hand hält, motiviert und übt gleichzeitig. Das Bewerbungsverfahren kann ebenfalls trainiert werden (Kopiervorlagen 6 und 7, 11 und 12). Es bieten sich Rollenspiele an, z. B. bei der Simulation eines Vorstellungsgespräches. Der Umgang mit Niederlagen oder Ablehnung sollte einbezogen werden. Zum Schluss können die Schüler die Ergebnisse der Klasse oder den Eltern präsentieren.

Kleines 1 x 1 der Wirtschaft

Für das Projektmodul zur wirtschaftlichen Grundbildung bietet das Wirtschafts-ABC einen guten Einstieg. Folie 3 stellt die unterschiedlichen Unternehmensformen dar. Besonders der Einsatz des online Wissquiz empfiehlt sich für die Bearbeitung des Themas.
>>> Wirtschafts-Wissquiz

Einbindung der Eltern

Von großer Bedeutung ist es, die Eltern der Jugendlichen in die Berufsorientierung und -vorbereitung einzubinden. Dies kann z. B. durch Elterninformationsabende oder Informationsschreiben geschehen. Auch können die Schülerinnen und Schüler am Ende eines Projekts oder nach dem Schülerpraktikum mit einer Ausstellung oder einem Schulfest die Eltern selbst informieren. Besondere Aufmerksamkeit sollte Eltern mit Migrationshintergrund gelten, da sie oft nicht das duale Ausbildungssystem in Deutschland durchlaufen haben. Es fehlen meist grundlegende Kenntnisse. Hier besteht z. B. die Möglichkeit, Berater der IHK`s oder der Arbeitsagenturen zu einem Infoabend einzuladen. Individuelle Elterngespräche sind ebenfalls sinnvoll.

 

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