Der Seneca-Preis 2007/08
Unvergesslich für alle: die Preisverleihung am 19. November 2008 in Berlin!
Ein unvergessliches Erlebnis für alle Gewinner des Seneca-Preises 2007/08: die Preisverleihung im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin. Siebzig Lehrkräfte mitsamt Schülerinnen und Schülern reisten nach Berlin, um ihren wohlverdienten Preis persönlich entgegenzunehmen.
Nach Ankunft in Berlin am 18. November erwartete die Preisträger abends ein Zwei-Gänge-Menü im Restaurant bloom. Da das Restaurant Kandidat der VOX-Serie "Mein Restaurant" ist, wurden alle während des Essens von der Kamera begleitet, was für Aufregung unter den Lehrern und Schülern sorgte.
Doch den eigentlichen Höhepunkt stellte die Preisverleihung am 19. November dar. Staatssekretärin Dagmar Wöhrl zeichnete die sieben Gewinner für ihre innovativen und kreativen Projekte aus. Moderator Andreas Korn vom ZDF (logo!) fragte die einzelnen Preisträgerschulen nicht nur über ihr jeweiliges Projekt aus, sondern wollte auch wissen, was mit den Geldpreisen gemacht wird. Unter anderem die Ausstattung der schuleigenen Werkstatt und der Kauf von Telefonen und Computern für ein eigenes Praktikasuchbüro waren im Gespräch.
Gemeinsam mit Bildhauer Klaus Vrieslander enthüllte Staatssekretärin Dagmar Wöhrl die bronzene Seneca-Büste, der Hauptpreis des Wettbewerbs. Alle Schulen waren gespannt, ob sie die Büste des griechischen Philosophen an ihre Schule mitnehmen können.
Riesiger Jubel brach unter den Schülern und Lehrern der Michaelschule Papenburg, Niedersachsen, aus. Die Vielfältigkeit und Nachhaltigkeit ihres Konzepts "Berufsorientiertes Lernen" hatte die Jury überzeugt und sie sind der diesjährige Seneca-Preisträger.

v.l.n.r.:Klaus Vrieslander (Bildhauer), Schüler und Lehrer der Michaelschule
Papenburg, Staatssekretärin Dagmar Wöhrl, Ludger Mählmann (Michaelschule), Holger
Schwannecke (ZDH), Dr. Michael Stahl (Arbeitgeberverband Gesamtmetall)

An der abschließenden Talkrunde rund um die Frage, was für eine Verbesserung der Qualifizierung
von Jugendlichen getan werden kann, diskutierten nicht nur die Projektpartner der Aktion,
sondern auch der Schulleiter der Michaelschule Papenburg, ein Vertreter der IHK Karlsruhe und ein Dozent der Fachhochschule Wirtschaft Berlin.
Nach Ende der Veranstaltung stand eine zweistündige Stadtrundfahrt auf dem Programm, die den Aufenthalt in der Bundeshauptstadt abrundete.
Beschreibung der Gewinnerprojekte
Seneca-Preisträger: Michaelschule Papenburg, Niedersachsen
Berufsorientiertes Lernen
Die Schule kooperiert mit ca. 180 Betrieben aus Handwerk, Handel und Industrie. Schüler besuchen einen Tag pro Woche Betriebe, um ihr Langzeitpraktikum zu absolvieren. In Wahlpflichtkursen arbeiten sich Jugendliche in verschiedene Berufsfelder, wie beispielsweise Holz- und Metallverarbeitung, Textilkunde und Informatik, praktisch ein. Ergänzend finden ein Schüler-Lehrer-Praktikum und ein internationaler berufsorientierter Schüleraustausch mit einer niederländischen Schule statt.
Hauptpreisträger: Grund- und Hauptschule Rathausstraße, Laatzen, Niedersachsen
Ausbildungsradio4you
Jeden Monat wird auf Radio Flora eine einstündige Livesendung von Schülern für Schüler gesendet. Schüler setzen sich aktiv mit dem Thema „Übergang von der Schule zum Beruf" auseinander, indem sie Interviews mit Ausbildern führen, über Neuerungen auf dem Ausbildungsmarkt informieren, Tipps zum Bewerben und zur Ausbildungsplatzsuche geben, Ausbildungsmessen besuchen. Es werden Gäste aus der Wirtschaft eingeladen und über neue Berufsfelder informiert.
Hauptpreisträger: Thomas Morus Realschule, Östringen, Baden-Württemberg
Berufsorientierungskonzept
Durch schriftliche Kooperationsverträge mit Firmen, Banken und Behörden wird den Schülern eine Vielzahl an Informationen zu Ausbildung und Beruf sowie der Möglichkeit von Praktika geboten. Ein Benimmkurs für die 9. Klassen in einem Hotel vermittelt gutes Benehmen im täglichen Leben, der Berufswelt und der Freizeit. Die Dokumentation der Schülertätigkeiten erfolgt im Quali-Pass, den jeder Schüler ab der 5. Klasse erhält. Der jährlich an der Schule durchgeführte „Markt der Berufe" ist inzwischen eine der größten regionalen Ausbildungsmessen.
Sonderpreisträger „Konzepte für Jugendliche mit Migrationshintergrund"
1. Preis: Mozartschule, Schwäbisch-Gmünd, Baden-Württemberg
Stärken stärken - Schwächen schwächen
Das Projekt besteht aus verschiedenen Einzelprojekten: Das Projekt „Zukunft" ist eine Ausbildungsinitiative, um Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen zu vermitteln. Das Projekt „LISA" unterstützt besonders junge Spätaussiedler beim Übergang Schule-Beruf. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund werden durch das Projekt „Mercator-Stiftung" sprachlich und individuell gefördert. Bewerbungstrainings, Berufsberatung und Praktika helfen zudem, die Jugendlichen in die Ausbildung zu vermitteln.
2. Preis: Karl-Kind-Schule, Remscheid, Nordrhein-Westfalen
Zukunft mit uns!
Individuelle Beratung und Berufsvorbereitung erfolgt durch Praktika, Schülerfirmen, Teilnahme am BuS-Projekt sowie an Handwerksprojekten mit Handwerksmeistern a.D. Es wird mit unterschiedlichsten Kooperationspartnern zusammengearbeitet, unter anderem der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien. Mithilfe des „Quali"-Spiels wird der Berufswahlweg spielerisch mit interkulturellen Sensibilisierungsbausteinen dargestellt.
3. Preis: Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule, Mainz, Rheinland-Pfalz
Fit für die Ausbildung
Auf verschiedenen Wegen wird die fachliche, sozial-gesellschaftliche und persönliche Qualifizierung der Jugendlichen gefördert und verbessert: Berufszielfindung im Rahmen eines Beratungskonzepts, Bewerbungstraining, Praktika, Förderunterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch. Im LernClub können Schülerinnen und Schüler mit Betreuung eines Lehrerteams das selbständige und eigenverantwortliche Lernen vertiefen und festigen sowie Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen entwickeln.
Sonderpreis für die beste Schülerfirma: Pestalozzi-Schule, Fürstenfeldbruck, Bayern
DJ Imbiss
Die Schülerinnen und Schüler der Firma „DJ Imbiss" versorgen in zwei Pausen die gesamte Schüler- und Lehrerschaft mit einem hochwertigen Pausenangebot. Dadurch lernen die MitarbeiterInnen die einzelnen Geschäftsbereiche kennen: Kalkulation, Einkauf, Verkauf, Reinigung, Investitionsplanung, Mitarbeiterschulung, Hygiene. Viele „echte" Firmen arbeiten mittlerweile mit der Schülerfirma „DJ Imbiss" zusammen.
Die Jury hat entschieden!
Am 4. Juli 2008 hat die 16-köpfige Jury im Bundeswirtschaftsministerium getagt. Unter dem Vorsitz
von Frau Dr. Angelika Hüfner wurden die besten Konzepte ausgewählt, die Jugendliche fit für Beruf
und Wirtschaft machen.
v.l.n.r.: Holger Schwannecke, Prof. Dr. Jürgen van Buer, Eleonore Bausch, Christine Szogas, Birgit Behrens, Marion Hüchtermann, Ulrich Nordhaus, Dr. Angelika Hüfner, Günter Messmer, Benjamin Burde, Monica von Wysocki, Nicole Werner, Dr. Thomas Nix, Connie Hasenclever, Sabine Maass, Claudia Kefferpütz
Schulen aus ganz Deutschland haben sich am Wettbewerb beteiligt. Der Jury wurde eine große Bandbreite an verschiedenen Materialien zur Dokumentation der Ideen und Projekte vorgelegt: Fotocollagen, Filme, Powerpointpräsentationen, Radiomitschnitte, Plakate, Flyer, Webseiten, Podcasts.
Die drei Gewinner von je 1.000 Euro sind:
Welche Schule der Hauptgewinner ist und die bronzene Seneca-Büste feierlich enthüllen darf, wird bei der Preisverleihung im Oktober in Berlin bekannt gegeben.
Die Schülerfirma "DJ Imbiss" der Pestalozzi Schule in Fürstenfeldbruck, Bayern, gewinnt das einjährige Lehrer-Coachingprogramm für Wirtschaft und Entrepreneurship von NFTE.
Die Jury wählte zudem die besten Konzepte für Jugendliche mit Migrationshintergrund aus.
Die Sonderpreise für Konzepte für Jugendliche mit Migrationshintergrund gehen an:

1. Preis mit 1.000 Euro: Mozartschule, Schwäbisch Gmünd, Baden-Württemberg
"Stärken stärken - Schwächen schwächen"
2. Preis mit 800 Euro: Karl-Kind-Schule, Remscheid, Nordrhein-Westfalen
"Zukunft mit uns!"
3. Preis mit 600 Euro: Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule, Mainz, Rheinland-Pfalz
"Fit für die Ausbildung"
Herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!
Die Gewinner fahren zur Preisverleihung im Oktober nach Berlin.
Alle Wettbewerbsteilnehmer erhalten als Auszeichnung für ihr Engagement eine Urkunde vom Bundeswirtschaftsministerium.
Der bundesweite Schulwettbewerb "Seneca-Preis 2007/08"
Die Situation auf
dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ist weiterhin angespannt. Die
Ansprüche der Unternehmen an die Qualifikation der Auszubildenden
steigen. Und jedes Jahr kommen neue Berufe hinzu. Daher ist es
notwendig, das Thema Berufs- und Ausbildungsvorbereitung in der Schule
mehr in den Vordergrund zu stellen. Die Projektpartner der Initiative
„Jugend und Ausbildung" engagieren sich, um jungen Menschen Wege in
Ausbildung und Beruf zu ermöglichen. Ziel der Aktion ist es,
Jugendliche auf den Start ins Berufsleben vorzubereiten. Der
Seneca-Preis wurde im Oktober 2006 erstmals in Berlin verliehen. Rund
260 Schulen hatten sich mit Best-Practice-Beispielen an dem Wettbewerb
beteiligt. Den Hauptpreis gewann die Möhnesee-Schule in
Nordrhein-Westfalen für ihr Konzept zur Berufs- und
Arbeitsweltorientierung.
Innovative Ideen gesucht
Der
Seneca-Preis 2007/08 prämiert die besten Ideen, Konzepte und Projekte,
die Jugendliche in Ausbildung und Beruf bringen und sie fit für die
Wirtschaft machen. Schulen sind aufgerufen, vor Ort z. B. mit
Unternehmen oder Medien, Arbeitsagenturen, IHKs, Jugendeinrichtungen,
Handwerkskammern oder Gewerkschaften zusammenzuarbeiten.
Die Preise
- die bronzene Seneca-Büste, die an der Gewinnerschule feierlich enthüllt wird
- einjähriges Lehrer-Coachingprogramm für Wirtschaft und Entrepreneurship von NFTE
- Teilnahme der Siegerschule am NFTE-Bundeswettbewerb mit der Chance auf eine Reise nach New York
- 3 x 1.000 Euro für die drei besten Schulkonzepte zur Berufsorientierung
- Sonderpreise: Konzepte für Jugendliche mit Migrationshintergrund
- 1. Preis 1.000 Euro
- 2. Preis 800 Euro
- 3. Preis 600 Euro
- 20 x 100 Euro für die besten Videos für die Webseite
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Lucius Annaeus Seneca
Stoischer Philosoph
4 v. Ch.-65 n. Ch.
„Non scholae, sed vitae discimus“
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Einsendeschluss: 13. Juni 2008
Ab sofort können Lehrkräfte ihre Beiträge einsenden. Das Datum
des Poststempels gilt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Beiträge
können leider nicht zurückgeschickt werden.
Oder Sie nehmen online am Wettbewerb teil unter
Anmeldung.
Adresse
Zeitbild Stiftung
Reichenbachstraße 1
80469 München
Kennwort: Seneca-Preis
Telefon 089-260 64 40
Telefax 089-26 82 79
Katja.Haase@zeitbild-stiftung.dePreisverleihung in Berlin
Auf der Abschlussveranstaltung im Oktober 2008 im
Bundeswirtschaftsministerium werden die besten Wettbewerbsprojekte
prämiert und die Gewinner feierlich ausgezeichnet.