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Newsletter Dezember 2008

Liebe Kolleginnen und Kollegen,


heute erhalten Sie unseren letzten Newsletter zur Initiative Jugend und Ausbildung. Sie erfahren Neuestes zur Ausbildungsthematik vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und von den Projektpartnern.

Wir werden Ihnen weiterhin die Projekte der sieben Gewinnerschulen des bundesweiten Schulwettbewerbs „Seneca-Preis 2007/08" näher vorstellen und hoffen, Ihnen damit Anregungen für eigene Berufsorientierungskonzepte geben zu können. Weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Initiative finden Sie unter www.ich-will-was-werden.de.

Gerne möchten wir Sie darüber hinaus auf die bei Zeitbild neu erhältlichen Unterrichtsmaterialien zum Thema „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft" aufmerksam machen.

Wir wünschen Ihnen erholsame und besinnliche Weihnachten und ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2009.

Ihre Zeitbild Stiftung


60 Jahre Soziale Marktwirtschaft

Wer war Ludwig Erhard und was wissen die Jugendlichen heute über die Soziale Marktwirtschaft als Grundpfeiler unseres Wirtschaftssystems? Drohen die Prinzipien unserer Wirtschaftsordnung in Vergessenheit zu geraten?

Das neue Unterrichtsprojekt vom Zeitbild Verlag in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) soll dazu betragen, das Thema Wirtschaft nachhaltiger an den Schulen zu verankern.

Neben fachlich fundierten Informationen für die Lehrerinnen und Lehrer bietet das multimediale Unterrichtspaket „60 Jahre Soziale Marktwirtschaft" einen 15-minütigen Film zur Entwicklung der Sozialen Marktwirtschaft sowie 16 Arbeitsblätter mit aktuellen Beispielen und spannenden Aufgaben für den handlungsorientierten Unterricht. Die BMWi-Kurzbroschüre „Soziale Marktwirtschaft. Gut für alle" rundet das umfassende Unterrichtspaket ab.

Die Materialien können kosten- und spesenfrei beim Zeitbild Verlag angefordert oder unter www.zeitbild.de runtergeladen werden.


Aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat die Bilanz des Ausbildungspaktes für das neue Ausbildungsjahr 2008 veröffentlicht. Die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge konnte im Vergleich zum Vorjahr um 9200 (rund 1,7 Prozent) auf 539.500 Ausbildungsverträge erhöht werden.
Mit der Verlängerung des Ausbildungspaktes im März 2007 wurde beschlossen, jährlich 60.000 neue Ausbildungsplätze zu schaffen und 30.000 neue Ausbildungsbetriebe einzuwerben. Bislang konnten 68.300 Ausbildungsverträge und 42.700 Ausbildungsbetriebe gewonnen werden, so dass bereits jetzt das Ziel des Paktes mehr als erfüllt ist.  
Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze ist erstmals seit 2001 höher als die Zahl der Bewerber, so dass die Nachvermittlung von noch unversorgten Jugendlichen erfolgreich verläuft.
Die Paktpartner streben weiterhin eine Verbesserung der beruflichen Qualifizierung der Jugendlichen sowie der Ausbildungsvoraussetzungen für Jugendliche mit Migrationshintergrund an.


Vorstellung der Gewinnerprojekte


Seneca-Preisträger: Michaelschule Papenburg, Niedersachsen
Berufsorientiertes Lernen

Die Schule kooperiert mit ca. 180 Betrieben aus Handwerk, Handel und Industrie. Schüler besuchen einen Tag pro Woche Betriebe, um ihr Langzeitpraktikum zu absolvieren. In Wahlpflichtkursen arbeiten sich Jugendliche in verschiedene Berufsfelder, wie beispielsweise Holz- und Metallverarbeitung, Textilkunde und Informatik, praktisch ein. Ergänzend finden ein Schüler-Lehrer-Praktikum und ein internationaler berufsorientierter Schüleraustausch mit einer niederländischen Schule statt.

Hauptpreisträger: Grund- und Hauptschule Rathausstraße, Laatzen, Niedersachsen

Ausbildungsradio4you

Jeden Monat wird auf Radio Flora eine einstündige Livesendung von Schülern für Schüler gesendet. Schüler setzen sich aktiv mit dem Thema „Übergang von der Schule zum Beruf" auseinander, indem sie Interviews mit Ausbildern führen, über Neuerungen auf dem Ausbildungsmarkt informieren, Tipps zum Bewerben und zur Ausbildungsplatzsuche geben, Ausbildungsmessen besuchen. Es werden Gäste aus der Wirtschaft eingeladen und über neue Berufsfelder informiert.

Hauptpreisträger: Thomas Morus Realschule, Östringen, Baden-Württemberg

Berufsorientierungskonzept

Durch schriftliche Kooperationsverträge mit Firmen, Banken und Behörden wird den Schülern eine Vielzahl an Informationen zu Ausbildung und Beruf sowie der Möglichkeit von Praktika geboten. Ein Benimmkurs für die 9. Klassen in einem Hotel vermittelt gutes Benehmen im täglichen Leben, der Berufswelt und der Freizeit. Die Dokumentation der Schülertätigkeiten erfolgt im Quali-Pass, den jeder Schüler ab der 5. Klasse erhält. Der jährlich an der Schule durchgeführte „Markt der Berufe" ist inzwischen eine der größten regionalen Ausbildungsmessen.


Sonderpreisträger „Konzepte für Jugendliche mit Migrationshintergrund"


1. Preis: Mozartschule, Schwäbisch-Gmünd, Baden-Württemberg

Stärken stärken - Schwächen schwächen

Das Projekt besteht aus verschiedenen Einzelprojekten: Das Projekt „Zukunft" ist eine Ausbildungsinitiative, um Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen zu vermitteln. Das Projekt „LISA" unterstützt besonders junge Spätaussiedler beim Übergang Schule-Beruf. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund werden durch das Projekt „Mercator-Stiftung" sprachlich und individuell gefördert. Bewerbungstrainings, Berufsberatung und Praktika helfen zudem, die Jugendlichen in die Ausbildung zu vermitteln.

2. Preis: Karl-Kind-Schule, Remscheid, Nordrhein-Westfalen

Zukunft mit uns!

Individuelle Beratung und Berufsvorbereitung erfolgt durch Praktika, Schülerfirmen, Teilnahme am BuS-Projekt sowie an Handwerksprojekten mit Handwerksmeistern a.D. Es wird mit unterschiedlichsten Kooperationspartnern zusammengearbeitet, unter anderem der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien. Mithilfe des „Quali"-Spiels wird der Berufswahlweg spielerisch mit interkulturellen Sensibilisierungsbausteinen dargestellt.

3. Preis: Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule, Mainz, Rheinland-Pfalz

Fit für die Ausbildung

Auf verschiedenen Wegen wird die fachliche, sozial-gesellschaftliche und persönliche Qualifizierung der Jugendlichen gefördert und verbessert: Berufszielfindung im Rahmen eines Beratungskonzepts, Bewerbungstraining, Praktika, Förderunterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch. Im LernClub können Schülerinnen und Schüler mit Betreuung eines Lehrerteams das selbständige und eigenverantwortliche Lernen vertiefen und festigen sowie Fach-, Sozial- und Methodenkompetenzen entwickeln.

Sonderpreis für die beste Schülerfirma: Pestalozzi-Schule, Fürstenfeldbruck, Bayern

DJ Imbiss

Die Schülerinnen und Schüler der Firma „DJ Imbiss" versorgen in zwei Pausen die gesamte Schüler- und Lehrerschaft mit einem hochwertigen Pausenangebot. Dadurch lernen die MitarbeiterInnen die einzelnen Geschäftsbereiche kennen: Kalkulation, Einkauf, Verkauf, Reinigung, Investitionsplanung, Mitarbeiterschulung, Hygiene. Viele „echte" Firmen arbeiten mittlerweile mit der Schülerfirma „DJ Imbiss" zusammen.


Neues von unseren Projektpartnern

Handelsblatt macht Schule

Lehrer können kostenlos Unterrichtsmaterial bestellen


"Handelsblatt macht Schule" ist eine Initiative zur Förderung der ökonomischen Bildung an Schulen. Seit 2003 erstellt das Handelsblatt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ökonomische Bildung der Universität Oldenburg Materialien für den Wirtschaftsunterricht. Bisher sind die Unterrichtsbände "Wirtschaftsordnung", "Globalisierung", "Unternehmen und Strukturwandel" und "Innovationen" erschienen. Handelsblatt macht Schule hat das Comenius-Siegel für inhaltlich und gestalterisch wertvolle Unterrichtsmaterialien erhalten.
Lehrer können die Materialien auf der Homepage kostenlos bestellen: www.handelsblattmachtschule.de/info.


Impressum

Zeitbild Stiftung
Katja Haase
Reichenbachstraße 1
80469 München
Email: katja.haase@zeitbild-stiftung.de
Telefon: 089/2606440
Fax: 089/268279

Die Initiative wird durchgeführt von der Zeitbild Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und unterstützt von Arbeitgeberverband Gesamtmetall, der Deutschen Bank, dem Zentralverband des Deutschen Handwerks, dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Praktiker Bau- und Heimwerkermärkte, Cerberus und der Verlagsgruppe Handelsblatt.

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