Arbeitsmarkt im Wandel


Wirtschaftliche Strukturen und berufliche Anforderungen verändern sich seit jeher. Mit dem technischen Fortschritt ist eine Verschiebung der drei Produktionssektoren einhergegangen: Waren zu früheren Zeiten die Menschen überwiegend in der Landwirtschaft und seit der Industrialisierung im verarbeitenden Gewerbe tätig, so ist insbesondere der Dienstleistungssektor heute die treibende Kraft.

Die Produktion und der Verkauf von funktionierenden Gebrauchsgegenständen allein reichte damals bald nicht mehr aus. Die Umgebung des eigentlichen Produkts – wie etwa individuelles Design, Beratung, Finanzierung und Kundenbetreuung – wurde immer wichtiger, um für "gesättigte" Märkte wie auch den Export attraktiv zu bleiben.
Unter anderem durch Rationalisierung und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung nahmen die Arbeitsmöglichkeiten für zum Teil nur gering qualifizierte Industriearbeiter seit den 70er Jahren stetig ab – gebraucht wurden zunehmend Menschen in der qualifizierten Dienstleistung, z. B. Werbefachleute, Unternehmensberater oder Vertriebsexperten. Auch andere Service- Branchen waren und blieben erfolgreich. Völlig neue Berufsfelder entstanden. Ein steigender Lebensstandard und sinkende Arbeitszeiten setze ein und brachte den Bundesbürgern Geld und Freizeit.

Am Trend der vergangenen Jahrzehnte wird sich kaum etwas ändern. In einer globalisierten Wirtschaft wird der industrielle Sektor in Deutschland zwar auch zukünftig Beschäftigung anbieten, seine ursprüngliche Bedeutung als Job-Motor hat er allerdings verloren. Die meisten Arbeitsplätze werden zunehmend in der Dienstleistungsbranche geschaffen werden können. Dazu zählen vor allem auch Betriebe der Informations- und Kommunikationstechnologie, die hochqualifizierten und wissensbasierten Service anbieten und bereits als Vierter Sektor neben den Betriebsarten Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistung bezeichnet werden. Nach einer Krise der ITK-Branche (Informations- und Kommunikationstechnologien) hat zum Beispiel die Telekommunikation wieder die Rolle eines Konjunkturmotors übernommen. Der Bedeutungszuwachs der Branchen der Informations-, Kommunikations- und Biotechnologie seit den 90er Jahren weist den Weg von der Dienstleistungs- hin zur so genannten Wissensgesellschaft.

Der Franzose Jean Fourastié hat das Wirtschaftssystem in folgende Produktionssektoren unterteilt:

* primärer Sektor (Landwirtschaft, Urgewinnung)
* sekundärer Sektor (verarbeitendes Gewerbe wie Industrie und Handwerk)
* tertiärer Sektor (Handel, Verwaltung, freie Berufe, Dienstleistungsberufe)

COMMUNITY
Stellt Eure Filme online!
PARTNERPROFILE
Gewinnt einen Blick hinter die Kulissen...
WIR BIETEN LEHRSTELLEN


Kontakt | Nutzungsbedingungen | Impressum | © 2007 Zeitbild Verlag und Agentur für Kommunikation GmbH
Gesamtmetall Deutsche Bank Teamhandwerk Autoberufe-Chancen für Könner Praktiker Cerberus Handelsblatt macht Schule